Was ist MBSR?

FabianWeiss_Birgit_FAB5156MBSR (Mindfulness Based Stress Reduction) wird im Deutschen meist als „Stressbewältigung durch Achtsamkeit“ bezeichnet.

Entwickelt wurde MBSR von Prof. Jon Kabat-Zinn an der Universitätsklinik Massachusetts.  Das Kursprogramm basiert auf der Tradition der buddhistischen Achtsamkeitsmeditation,  wurde von seinem Begründer aber so gestaltet, dass es völlig frei von irgendwelchen spirituellen oder religiösen Hintergründen von jedem westlichen Menschen sinnvoll im und für den Alltag angewendet werden kann. MBSR hat sich mittlerweile erfolgreich über die ganze Welt ausgebreitet und konnte in seiner Wirkung auch wissenschaftlich für viele Anwendungsbereiche belegt werden.

MBSR ist ein Weg zu mehr Achtsamkeit und Präsenz im Hier und Jetzt, um mit Belastungssituationen besser umgehen zu können. In der Achtsamkeitspraxis üben wir, die Wirklichkeit so zu sehen, wie sie ist, ohne sie gleich zu bewerten. Gewohnheitsmäßige Reaktionsmuster und automatische Verhaltensweisen werden dadurch deutlich und können durch bewusste und hilfreichere Handlungen ersetzt werden. Ein typisches Reaktionsmuster ist es beispielsweise, Angenehmes festhalten und Unangenehmes loswerden zu wollen. Dadurch verstricken wir uns oft in letztlich wenig hilfreiches Handeln.

Die Achtsamkeitspraxis unterstützt insbesondere auch eine freundliche und akzeptierende Haltung gegenüber sich selbst und fördert so Freude, Gelassenheit und eine größere Unabhängigkeit von den unvermeidlichen Stressoren in unserem Leben.

MBSR wird in der Regel in achtwöchigen Kursen in der Gruppe gelehrt. Der Kurs umfasst neben acht Kursabenden auch einen ganzen Tag der Achtsamkeit. Die Gruppe ist ein stützendes und tragendes Element für den jeweils individuellen Entwicklungsweg. Ein wesentlicher Bestandteil des MBSR-Trainings ist das regelmäßige Üben zu Hause.